Moderatorin Miriam Münchmeyer

Meine Sendung „Herz trifft Welt“

„Herz trifft Welt“

Sage ich Herz, dann meine ich die Fähigkeit in mir, Frieden zu schaffen und freundlich zu sein, auch wenn der Andere mir nicht passt. In meinem Herzen kann ich meinen Gefühlen nachspüren, darüber nachdenken wie ich bin und wie Andere sind. In meinem Herzen liegt ein Mechanismus der Erneuerung, die Möglichkeit hin zum Besseren zu gestalten. Und meine guten Gefühle verlangen nach Wiederholung.

Durch mein Herz lerne ich abwägen, und bin ich erst am Ende, wenn ich trotz aller Begrenzungen in mir, und allen Unterschieden zwischen uns, die Ebene der Begegnung wieder erreiche, auf der ich vor dem Anderen achten kann, was wir gemeinsam haben als Mensch.

Ich glaube, bessere Bedingungen schaffen, heißt, dass ich in meinem Leben die Konsequenzen nicht scheue, die sich aus meinem Nachdenken über mein eigenes Gefühl für das, was gut und stimmig ist, ergeben. Ich glaube, daraus ist der Wandel hin zu mehr Menschlichkeit und Nachhaltigkeit. Konsequent sein muss ich immer wieder. Ändert sich meine Erfahrung, ändert sich mein Leben, ändert sich mein Gefühl, mein Denken, die Zusammenhänge, in denen ich stehe, meine Gewohnheiten, meine Beziehungen, meine Welt. Und ich muss mich neu strukturieren, um wieder in Balance zu kommen. Ich selber muss immer wieder neu für mich in Einklang bringen, was jetzt anders ist als es vorher war.

Und dadurch ändert sich mein Umgang mit Wissen. Ich muss mich immer wieder frei machen können von dem, was ich weiß. Frei machen können, wie ich eben noch mein Leben organisiert habe, mich darin eingerichtet und strukturiert habe. Und von vorn anfangen.

Das, was mir letztendlich dabei hilft, immer wieder mein Leben loszulassen, Negativität, Schmerz und Unglück zu überwinden, ist, glaube ich auch das, was anderen dabei hilft und was uns trägt. Es sind diese Kräfte und Eigenschaften, die ich achte und respektiere, die mir alles geben, was ich brauche um glücklich zu sein, die es auch dem Anderen geben. Vor ihnen verneige ich mich. Freude und Glück erweitern nicht nur meine Möglichkeiten, sie heben auch Trennung auf. Für Momente, nicht statisch, nicht mechanisch, sondern dadurch, dass Einzelne das immer wieder anstreben und immer wieder möglich machen.

„Herz trifft Welt“ ist ein Format, um neu zu verstehen, was für die Gesellschaft erreicht ist, wenn Einzelne ein Leben nach den Werten ihres Herzens leben. Meine Gäste kommen aus allen Bereichen der Gesellschaft und erzählen davon, wie sie ihr Leben, ihrem Gefühl entsprechend, immer wieder neu und besser gestalten. Während meine Gäste ihrem eigenen Gefühl für das Gute folgen, bewirken sie, wie nebenbei, Strukturen, die Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit wahren.

Wie haben sie sich die weichen, immerwährenden Eigenschaften erschlossen, die sie tragen, auch wenn es mal schlecht läuft? Wie machen sie es, dass es für sie gut ist? Ist es nicht das, was wir voneinander wissen wollen, wovon wir lernen, und weiterkommen?

Gäste

Meine Gäste arbeiten als Karriereberaterin, in der Mode, im Sport, in der Sterbebegleitung, als Journalist, als Mutter und Ärztin etc.

Mit jedem von ihnen spreche ich über einen anderen Aspekt, der für die Weiterentwicklung des guten Gefühls und guter gesellschaftlicher Strukturen von Bedeutung ist. Wie machen meine Gäste weiter, wenn sie nicht weiter wissen? Wie geht Mut? Freiheit, Krise, Vertrauen, Hinfallen, das Unberechenbare annehmen, Sicherheit, Priorität, Struktur im Alltag?

Interviews

Lisa Freund
wollte als Jugendliche unbedingt das machen, was sie im Herzen gespürt hat, das gut ist. Dass dem Verstand keine Grenzen gesetzt sind, war ihr in ihrer Arbeit immer wichtig. Heute macht sie Sterbebegleitung und gibt rund um das Thema Seminare.

Ein Gespräch darüber, wie wir das Unberechenbare leichter annehmen können, und was Krisen uns beibringen.

Judith Finsterbusch
ist Inhaberin von „Wertvoll“, dem Laden für nachhaltige Mode in Berlin.
Sie arbeitete als Modedesignerin, bis sie sich nicht mehr sah, in dem, was sie tat und sich fragte, was muss ich tun, um Mode, Herstellung & Produktion wieder gut zu finden?

Ein Gespräch über Nachhaltigkeit, und wie sie immer wieder gestaltet, bewahrt und vertieft, was sie liebt.

Yichy Chen
ist Inhaber von „Chimosa“, dem Studio für Kampfsport, Yoga und Fitness in Berlin.
Yichy hört gerne auf sein Gefühl und wußte lange nicht, was er machen will.
Hinfallen kann er eigentlich nur jedem empfehlen, weil man da am meisten lernt.

Ein Gespräch darüber, wie wir allein durch Training Grenzen überwinden.
Wie wichtig die Kontrolle über die eigenen Emotionen ist. Auch für Respekt, zum Beispiel.

Petra Barsch
ist selbständige Beraterin für Karriere-Vielfalt und Vielfalt-Karrieren.
Petra hat in vielen Berufen gearbeitet. Sie hat sich immer von Entwicklungsschritten leiten lassen und davon, was sie noch ausprobieren will, um ihre Persönlichkeit stärker hervorzubringen. Die Trennung zwischen „Work und Life“ gibt es für sie nicht.

Ein Gespräch über die Macht der kleinen Schritte auf dem Weg, den Sinn des Lebens zu entdecken und zu erfüllen.

Diana Pieper
ist zur Zeit Inhaberin des „Yogacafé“ in Berlin.
Vor zehn Jahren wollte sie nicht mehr 9 to 5 im Büro arbeiten und kündigte ohne zu wissen, wie es weitergeht.

Ein Gespräch darüber, sich in der eigenen Freiheit einzufinden, und wie sie einen Weg geht, von dem sie nur weiss, wie das Ziel sich anfühlt.

Katharina Joite
kündigte bei einem internationalen Softwareunternehmen und machte ihre Leidenschaft zum Beruf.
Mit „Coléccion Berlin“, gründete sie ihr eigenes Unternehmen für Tangomode.
Sie entschied sich für die Selbstbestimmung.

Ein Gespräch über das Wachsein, wenn mir keiner sagt, was ich machen soll, Prioritäten setzen und sich selbst strukturieren.

Eva Kivi
ist Mutter und Ärztin der Neurologie.
Heute ist sie mit ihren Kleinkindern zu Hause, ohne festgelegt zu haben, wann sie wieder arbeiten geht.

Ein Gespräch über das Muttersein, ein Leben ohne Kontrolle, und welche Rolle ihr Gefühl und ihr Verstand dabei spielen, immer wieder neu zu lieben.

Bent Freiwald
ist Journalist des „KRAUTREPORTER“ – dem Online-Magazin, dessen Motto ist: „Verstehe die Zusammenhänge.“ Es ist ihm wichtiger in einem bestimmten Sinne zu gestalten, als in was für einem Beruf.

Ein Gespräch darüber, was es uns bringt, die Zusammenhänge zu verstehen. Und was es für einen Synergie-Effekt hat, Wissen zu teilen.

Bisherige Gäste – Zitate

Katharina:
„Priorität ist für mich, mir jeden Tag zu überlegen, was ich wichtig finde, dann kann das jeden Tag auch was anderes sein.“

Petra:
„Karriere heißt für mich, dass es vielmehr um einen eigenen Lebensentwurf geht. Das, was ich tue, sollte mir am Leichtesten fallen, am meisten Spaß machen! Das heißt nicht, dass ich da von Anfang an sehr gut sein muss, es muss mir nur einfach leicht fallen, mich hier weiter zu entwickeln, weiter zu bilden, weiter zu verbessern.“

Judith:
„Ich will, dass mein Tun den Wert dessen widerspiegelt, wofür ich das Ganze mache, und dafür muss man dann auch schon mal seine ganze Power an den Tag legen.“

Diana:
„Es gab eine Zeit, in der brauchte ich erstmal Zeit und Raum zum Nachdenken, …um zu merken, was schon da war in mir… mir bewusst werden. – Meine Kraft besteht auch in meiner Angstlosigkeit, mich von Dingen zu lösen, Situationen durchzuspielen und dabei zu wissen, ich lebe, bin gesund…, im Kopf klar zu sein: die wichtigen Dinge bleiben trotzdem!“

Eva:
„Wenn ich etwas loslasse und nicht denke, ich muss,.. dann ergeben sich plötzlich ganz andere Möglichkeiten und ganz neue Ideen kommen auf, die dann viel beglückender sind, weil sie.. aus der Intuition kommen. Ich glaube, im Leben geht es darum zu lernen, nach dem Herzen zu handeln, wirklich zu lieben, und zwar ohne Kontrolle.“

Yichy:
„Offenheit oder Toleranz heißt ja, im Grunde genommen auch mal Dinge zu akzeptieren, die einem nicht gefallen, die man nicht will. Das ist ja auch oft ein Gefühl. …- Sicherheit, fühle ich, wenn ich das Gefühl habe, das Richtige zu tun.“

Lisa:
„Wenn es schwer wird im Leben, hilft Vertrauen darauf, dass jeder Übergang einen Sinn macht, auch wenn ich ihn im Moment nicht verstehe, wenn ich in der Tiefe der Krise sitze. Aus dem Vertrauen entsteht der Blick auf den Keim, der in der Krise steckt und neu gewässert werden will und der den Wandel einleitet. Und dann wächst zu einem Pflänzchen, das mir eine neue Richtung gibt. Etwas, was in mir wächst.“

Bent:
„Zusammenhänge verstehen, heißt für mich die Welt mehr verstehen, und wie die Menschen auf dieser Welt zusammenleben.“

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