Offenheit

„Offenheit oder Toleranz heißt ja auch Dinge mal zu akzeptieren, die einem nicht gefallen und die man nicht will. Das ist erstmal ja auch ein Gefühl. Zum Beispiel, wenn ich in ein neues Restaurant gehe, in ein neues Studio, dann hat man ja immer eine Neugier und je nach Erfahrung hat der Mensch auch Vorurteile und es geht darum für mich diese Vorurteile zu bewältigen, dass man sich von etwas anderem belehren läßt und vom Herzen her sagt Ok, das war so nicht richtig und ich gebe dem jetzt nochmal ne Chance und sehe das mal von einer anderen Seite!“ (Yichy Chen)

„Offenheit heißt für mich Welten zu suchen und zu finden, die nicht meine sind…und dann Dinge ausgedrückt finden, die ich selber noch gar nicht kapiert habe.. Wenn ich sie dann aber erkenne.., merke ich, ja klar, so ist es, stimmt genau.
Also, es ist die Mischung aus kapieren, was in meiner Welt vorgeht und in anderen Welten sein, wo ich mich dann wieder finde.

Ich glaube, man braucht man Wohlwollen und Selbstsicherheit, um sich in andere Perspektiven hineinzuversetzen. Um jemandem so offen gegenüber zu treten, dass man sich selbst überhaupt erlaubt seine Perspektive zu übernehmen… Wenn man sich nicht versteht und nicht sicher ist, fällt es einem viel schwerer sich so zu öffnen, dass man jemand anders kapiert. Ich glaube, wenn man weiß wo man selber steht oder sich dort auch wohlfühlt, hat man eine sehr gute Chance sich für andere zu interessieren und deren Ängste nachzuvollziehen. Ich glaube, und das spielt sicher eine Rolle, dass die wenigsten Leute so zufrieden mit sich sind und damit, sagen wir mal, wissen wo sie sind, und damit mit sich sozusagen eins sind, so dass sie sagen können: Was ist bei dir los? Wovor hast du Angst, kann ich das mal kurz verstehen?“ (Katharina v. Uslar)

„Ich bin ein offener Mensch und bin da auch sehr ehrlich. Ich kann auch mal sagen, dass es mir schlecht geht und ich glaube das ist auch gut… Ich kann mit einem wildfremden Menschen über genau das reden…Schwächen sind ja auch Stärken und sind nicht gleich schlecht… Ich glaube der erste Schritt, den wir alle wieder mehr verkörpern können ist der zu sagen, ich muss nicht alles können, ich bin gut so wie ich bin.“ (Judith Finsterbusch)

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