Worin besteht der Wandel?

Es geht um ein neues Verhältnis miteinander, weil sich die Voraussetzungen geändert haben. Galt mal Kapital ist knapp, die Natur umsonst, Wachstum bringt Wohlstand, Punkt. Haben sich heute die Voraussetzungen nicht nur geändert, sondern es ist rausgekommen, sie ändern sich permanent.

Lösungen lassen sich nicht voraussagen, sie entstehen beim Gehen, prozesshaft – und in Bezug auf ein übergeordnetes bzw. gemeinsames Ziel. Ganz nach dem Motto Joachim Gaucks, „wenn dem Menschen das friedliche Miteinander zur Richtschnur wird, hat er eine übergeordnete Verbindlichkeit akzeptiert, die dem Wohle aller dient und deshalb von allen Verschiedenen anzuerkennen ist.“

„Geld ist (dabei) nur Mittel zum Zweck,… kein Ziel selber… Das ist der einzige Grund, warum es Geld gibt. Dem Geld selbst muss man immer selber den Sinn geben. Das Geld selbst hat keinen Sinn… Und so ist das mit Entwicklung auch.“
(Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS Bank)
„Auch Wissen hat an sich keinen Selbstzweck… Es klingt erstmal total rational, ist es nie. Egal womit wir uns beschäftigen, unsere Emotion, unser Gefühl ist immer mit dabei.“ (Bent Freiwald,  Journalist)
ICH muss mich heute lösen von der Norm, Wohlstand und Wachstum zu schaffen, reiche aus. Lösen von der Vorstellung, es gäbe ein Richtig. Muss mich SELBST ermächtigen zu spüren, was richtig ist. Und mein Denken und mein Handeln danach richten. Nur für mich. Weil es mir das Wichtigste ist, dass BEVOR sich andere Inhalte zwischen uns schieben, die uns unterscheiden, ich selbst immer wieder frei, friedlich und fair bleibe – VOR ALLEM. Für mich selbst, sonst fühl ich mich nicht gut. Dann kann mein Leben gefühlt nicht richtig losgehen.

Und „wenn ich auf Sachen Lust habe, dann will ich wirklich mitgestalten, weil ich merke, ich habe auf Sachen Lust, wenn ich sie wichtig finde. Und wenn ich Sachen wichtig finde, dann ärgert es mich ungemein, wenn Sachen anders oder schlechter sind, von denen ich denke, oh, das geht anders, das geht besser! Für mich ist das ungemein unzufriedenstellend, wenn ich das Gefühl habe, das ist gut, das ist wichtig, da habe ich Lust drauf, aber ich kann es nicht verändern… Wenn ich etwas gut finde, gibt es bei mir gefühlt kein Halten, fühlt sich an wie: „Bist du bescheuert, das nicht selber in die Hand zu nehmen?“ (Bent Freiwald)

 

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