„Am wichtigsten ist mir, dass unsere Unterschiede uns nicht in zwei unterschiedliche Welten treiben. Denn wir gehören doch zusammen, jedenfalls so lange die Demokratie unsere gemeinsame Heimat bleibt.“
(Joachim Gauck)
Eine Sendung im Auftrag von Mehr Demokratie e.V.
Bürgerräte verändern die Strukturen hin zu mehr Chancengleichheit und Gleichberechtigung. Menschen aus allen Schichten kommen zusammen und entscheiden in einer wichtigen Frage gemeinsam, was für alle das Beste ist.
Für den Verein Mehr Demokratie war es meine Aufgabe zu erklären, was das Besondere an einem Bürgerrat ist und das in einfacher Sprache.
Was ist eigentlich das Herz der Demokratie?
Was ist der Rahmen zwischen uns menschlich, in dem Demokratie geschieht?
Markus Beeko, Amnesty International, Generalsekretär für Deutschland
Kevin Kühnert, stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD
Elke Schilling, Gründerin von „Silbernetz“, der Hotline gegen Einsamkeit im Alter
Claudia Langer, Gründerin der „Generationenstiftung“
Tobias Münchmeyer, leitender Mitarbeiter Greenpeace Deutschland
Jasmin El-Manhy, Pfarrerin der Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord
Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS Bank
Regine Leonhardt, Projektleitung „Lernen durch Engagement“, Stiftung Gute Tat
„Meine Bedürfnislage mit der Bedürfnislage von anderen abgleichen, und zusammenbringen zu können, ist etwas sehr Demokratisches würde ich sagen.“ (Regine Leonhardt)
„Ich glaube, Demokratie besteht vor allem darin, dass man Menschen begegnet, Verständnis füreinander fördert, und Miteinander. Und das ist so mühsam und so kleinteilig, und es wird so oft als ein hilfloser Versuch dargestellt, ist aber das Tragende an einer Demokratie.“
(Jasmin El-Manhy)
„Wir teilen alle eine Verletzlichkeit. Auch ein noch so hoher sozialer Status, kauft einen nicht von der Möglichkeit frei, dass Dinge im Leben schief laufen können. Und die Seele ist auch keine deutsche Seele oder eine kubanische Seele, sondern die muss mit mir, mit meinen Vorstellungen von einem gelingenden Leben, von Gerechtigkeit, von Freude, übereinstimmen.“ (Kevin Kühnert)
„Das Anliegen der Demokratie ist es, Entscheidungen für eine Gemeinschaft herzustellen.“ (Tobias Münchmeyer)
„Demokratie ist erkunden, was der andere braucht und was meine eigenen Interessen sind. Das in Gemeinschaft umzusetzen, was für alle machbar ist, und der Abwägung, beiderseitiger Interessen den Vorrang zu geben.“ (Elke Schilling)
„Bei all den Ungerechtigkeiten, die passieren, können wir genauer hinschauen, wenn Menschenrechtsverletzungen passieren, und entlarven dort, wo wir auch mitverantwortlich sind, das zu verklären. Da müssen wir uns nicht nur persönlich schuldig fühlen, sondern auch erklären, dass wir hier als Gemeinschaft eine Verantwortung haben.“
(Markus Beeko)
„Unsere Gesellschaft ist insofern komplex, als dass jeder auf Momente trifft, in denen er von Ungleichheit auch mal profitiert. Der Schlüssel ist, zu erkennen, dass ich keine Rosinenpickerei betreiben kann, und dass mein Leben änderlich ist.“ (Kevin Kühnert)
„Demokratie heißt, im Austausch miteinander Ziele für Veränderung zu finden. Ein Ziel, das man mit anderen gemeinsam hat, und das uns alle ein Stück weit in die Veränderung bringt, etwas zu verändern, was eben nicht optimal ist. Und es geht darum, dieses Ziel umzusetzen mit Kompromissen und mit Rückschlägen, und dran zu bleiben und es umzusetzen in Kommunikation miteinander.“ (Elke Schilling)
„Wenn man davon ausgeht, und das tue ich, dass alle Menschen aus einer geistigen Welt kommen, zu der man aber völlig unterschiedliche Zugänge haben kann, wie man zur Natur, zur Wissenschaft, zur Kultur auch völlig unterschiedliche Zugänge haben kann, dann sind die Unterschiede zwischen uns eben unterschiedliche Blickwinkel auf das Gleiche. Dann hat man dieses Gefühl, ja, da gibt es etwas Gemeinsames, was schwierig zu beschreiben ist, aber was möglich ist. Global!“ (Thomas Jorberg)
In meinem Podcast „Herz trifft Welt“ geht es darum, wie Menschen ihrem Gefühl folgen für das was richtig ist. Und wie sie weitermachen, wenn sie nicht weiterwissen.
Meine Gäste sind Beraterin, Banker, Mutter, Ärztin, Journalist, in der Mode, im Sport etc.
Sie erzählen, wie sie sich Veränderung und Phasen des Umbruchs und des Übergangs in ihrem Leben erschließen.
Sie zeigen, wie sie für sich einen Weg finden, das Unberechenbare anzunehmen. Und so die Welt immer wieder aufs Neue menschlich und nachhaltig gestalten.
Es geht um die Eigenschaften, die allen Menschen helfen weiterzumachen, wenn sie an ihre Grenzen kommen. Und die den Menschen gleichstellen, weil sie ihn im Positiven verbinden.
„Um sich in andere Perspektiven reinzuversetzen, braucht man Wohlwollen, Offenheit, und Selbstsicherheit. Sich selbst gut zu verstehen, zu wissen, wo man selber steht und sich dort auch wohlfühlen, ist vielleicht wirklich eine Voraussetzung, um sich für andere zu interessieren. “ (Katharina von Uslar, Buchhändlerin)
„Die Probleme dieser Welt können gelöst werden, die Lösungen sind erarbeitet und genug Kapital vorhanden. Für den Systemumbau, vor dem wir stehen, muss der Bürger in uns die Rahmenbedingungen verändern, der Konsument wird das nicht schaffen. “
(Thomas Jorberg, Banker)
„Priorität ist für mich, mir jeden Tag zu überlegen, was ich wichtig finde, dann kann das jeden Tag auch was anderes sein.“ (Katharina Joite, ColeccionBerlin, Tangomode)
„Karriere heißt für mich, dass es um einen eigenen Lebensentwurf geht. Das, was ich tue, sollte mir am Leichtesten fallen und am meisten Spaß machen. Das heißt nicht, dass ich da von Anfang an sehr gut sein muss, es muss mir nur einfach leicht fallen, mich hier weiter zu entwickeln, weiter zu bilden, weiter zu verbessern.“ (Petra Barsch, Karriereberaterin)
„Ich will, dass mein Tun den Wert dessen widerspiegelt, wofür ich das Ganze mache, und dafür muss man dann auch schon mal seine ganze Power an den Tag legen.“
(Judith Finsterbusch, Inhaberin von „Wertvoll“)
„Es gab eine Zeit, in der brauchte ich erstmal Zeit und Raum zum Nachdenken, um zu merken, was schon da war, in mir. (Diana Pieper, Yogalehrerin)
„Wenn ich etwas loslasse und nicht denke, ich muss, dann ergeben sich plötzlich ganz andere Möglichkeiten und ganz neue Ideen kommen auf, die dann viel beglückender sind, weil sie aus der Intuition kommen. Ich glaube, im Leben geht es darum zu lernen, nach dem Herzen zu handeln, wirklich zu lieben, und zwar ohne Kontrolle.“ (Eva Kivi, Mutter und Ärztin)
„Offenheit oder Toleranz heißt ja, im Grunde genommen auch mal Dinge zu akzeptieren, die einem nicht gefallen und die man nicht will. Sicherheit fühle ich, wenn ich das Gefühl habe, das Richtige zu tun.“ (Yichy Chen, Kampfkünstler & Studiobetreiber)
„Zusammenhänge verstehen, heißt für mich die Welt mehr verstehen und wie die Menschen auf dieser Welt zusammenleben.“ (Bent Freiwald, Journalist)
„Wenn es schwer wird im Leben, hilft Vertrauen darauf, dass jeder Übergang einen Sinn macht, auch wenn ich ihn im Moment nicht verstehe, wenn ich in der Tiefe der Krise sitze. Aus dem Vertrauen entsteht der Blick auf den Keim, der in der Krise steckt, der neu gewässert werden will, der den Wandel einleitet und dann wächst zu einem Pflänzchen, das mir eine neue Richtung gibt.“ (Lisa Freund, Sterbebegleiterin)